Januar

Im 2016 möchte ich jeden Monat etwas genauer beschreiben und auf ihn eingehen. Die Idee kam mir in der Rauhnachtszeit 2015/16. Meine Tochter schenkte mir einen in der Schule selbstgebastelten Kalender.

Die Monatsnamen stammen aus dem Lateinischen. Der Gott Janus verleiht dem Januar seinen Namen. Janus ist der Gott der Zeit. Er hat zwei Gesichter. Eines schaut in die Vergangenheit und das andere in die Zukunft.

Der altgriechische Gott Janus in die Vergangenheit und in die Zukunft schauend.

Der altgriechische Gott Janus in die Vergangenheit und in die Zukunft schauend.

Das erste Sternzeichen ist der Steinbock (22. Dezember bis 20. Januar). Er gehört zum Element Erde. Geduld, Ausdauer, Ehrgeiz, Fleiss, Ordnung, Festigkeit und Ziel sind Themen des Januars.

Januar-Übersicht

  • 01. Januar: Neujahrsfeier
  • 02./03. Januar: Ende der 12 Rauhnächte und Lichtwünsche mit weissen Kerzen fürs Neue Jahr
  • 05/06. Januar: Letzte Rauhnacht mit der Kraft der Göttin Percht
  • 06. Januar: Drei Königinnen und Königs-Fest und Ankunft im neuen Jahr
  • Neumond im Januar: Ende der magischen Zeit

Wir hängen den neuen Kalender auf. Ich trage bereits schon fixe Daten wie Ferien oder Geburtstage ein.

Die Rauhnächte sind für mich eine Brücke vom alten ins neue Jahr. Die Rauhnächte beginnen für mich mit der Wintersonnwende. 12 Nächte stehen jeweils für einen Monat im nächsten Jahreskreis. Jeweils am Morgen nach der Rauhnacht ziehen wir je eine Karte für den jeweiligen Monat. Unser Rauhnachtritual habe ich im 2014 unter dem Titel 12 Rauhnächte beschrieben. Die Brücke endet am 6. Januar mit der Percht-Rauhnacht.

Nach 12 Nächten nach der Wintersonnwende brennen alle 12 Monatskerzen in unserem Jahreskreis.

Nach 12 Nächten nach der Wintersonnwende brennen alle 12 Monatskerzen in unserem Jahreskreis.

An Silvester und Neujahr haben wir unser eigenes Steinritual. In jedem Zimmer befindet sich ein Stein auf dem Fenstersims oder dem Türrahmen. Dieser Stein saugt während dem Jahr verbrauchte und nicht mehr nützliche Energie auf. An Silvester sammeln wir die Steine ein, waschen sie und legen sie zu unserem Rauhnachtsritualjahreskreis. Im Januar  verteilen wir sie wieder in die Zimmer.

Die Steine sind gewaschen und gereinigt. Sie stehen bereit für das nächste Jahr.

Die Steine sind gewaschen und gereinigt. Sie stehen bereit für das nächste Jahr.

Das alte Jahr verabschieden wir einerseits an der Wintersonnwende, indem wir Zettel verbrennen auf die wir Dinge schreiben, die wir nicht mehr wollen. Anderseits nehmen wir an Silvester nochmals bewusst Abschied vom Jahr. An Silvester zünden wir rote Kerzen an am Lichterbaum mit schönen und auch traurigen Ereignissen des Jahres. Spätestens am 6. Januar entzünden wir am Lichterbaum weisse Kerzen mit Wünschen fürs neue Jahr.

Die Rauhnachtsbrücke endet für mich am 6. Januar mit dem Tag der drei Königinnen und drei Könige. Die Perchtnacht vom 5. auf den 6. Januar ist für mich eine starke Nacht, weil sie das Tor fürs neue Jahr ist. Nochmals schreibe ich mir in dieser Nacht die Träume auf. Bis dahin habe ich das alte Jahr abgeschlossen. Die Fotos sind sortiert und meistens schreibe ich für meine Freundinnen und Freunde einen persönlichen Jahresrückblick. Am 6. Januar beginnt sich das neue Jahr, der neue Lebenszyklus für mich zu drehen. Ich bin im neuen Jahr angekommen.

Am 6. Januar feiern wir den Abschluss der magischen Zeit und ein Familienmitglied wird Königin oder König für diesen Tag.

Die Königin oder der König in der Familie darf an diesem Tag wünschen. Das kann ein Spiel sein, eine Aktivität, eine Mahlzeit, eine Vorlesegeschichte oder ... .

Die Königin oder der König in der Familie darf an diesem Tag wünschen. Das kann ein Spiel sein, eine Aktivität, eine Mahlzeit, eine Vorlesegeschichte oder … .

Bis zum ersten Neumond im Januar versorge ich das viele adventliche und weihnachtliche Material.

Adventsgestecke nehmen wir auseinander und versorgen sie geordnet in Kisten.

Adventsgestecke nehmen wir auseinander und versorgen sie geordnet in Kisten.

Mit dem ersten Neumond im Jahr schliesst sich das Tor der magischen Zeit für mich. Der Übergang ist vollendet. Das neue Licht, der neue Lebenszyklus ist geboren und angekommen und wurde begrüsst und reichlich gefeiert.

Die Jahreskarten, die wir für jeden Monat gezogen haben, lege ich zu unseren persönlichen Steinen. Zuoberst liegt die Januar-Karte mit ihrer Botschaft für den Januar.

Unsere Januarkarten 2016 liegen bei unseren persönlichen Steinen.

Unsere Januarkarten 2016 liegen bei unseren persönlichen Steinen.

Mit dem Januar werden mir meine Ziele und Pläne für das Jahr immer bewusster. Ich schreibe diese auf und mache mir bereits Gedanken wie ich sie umsetzten möchte. Der Januar eignet sich für mich besonders dafür, weil er strukturierende Kräfte in sich birgt und die Kraft des Neubeginns ebenfalls. In jedem Anfang liegt ein Zauber inne. 

Zwischen Neumond und Vollmond im Januar beginne ich das neue Gartenjahr zu planen. Ich sortiere die Samen, stelle einen Plan zusammen und organisiere Saatgut.

Im Januar geniesse ich die letzten nachgereiften Tomaten aus dem Garten. Ich koche gerne mit Wurzelgemüse wie Kartoffelstock mit Rotweinsauce, lang kochende Eintöpfe und Suppen wie die Wurzelgemüsesuppe. Wintersalate sind mit gebratenen Pilzen oder gerösteten Nüssen garniert. Einige Zutaten wie Kürbis, Sellerie, Kartoffeln, Karotten, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch, Peperoncini und Randen stammen noch aus unserem Garten.

Mit den getrockneten Kräutern mische ich meine Kräutermischungen und verschenke sie an mir liebe Menschen.

 

Dieser Artikel wurde am 08. Januar 2016  veröffentlicht.




25. und 26. Dezember 2015 – Weihnachten – Familiennächte

Nach der weiblichen Wintersonnwende feiern wir den männlichen Heiligen Abend. Beide Feste feiern wir im engsten Familienkreis. Weihnachten sind für mich Familiennächte. Ein grosses Fest findet jeweils bei uns statt. Wer gerne unseren Brauch während den Familiennächten erfahren möchte klickt hier.

Mit dem Ofen, den wir im Wintergarten eingerichtet haben, erfüllt sich dieses Jahr ein Traum. Unser Wohnzimmer mit dem Lichterbaum erweitert sich nun mit dem Feuer im Ofen. Am 25. Dezember 2015 scheint der Vollmond in den verglasten und nun beheizten Wintergarten.

25. und 26. Dezember 2015 Familiennächte

– GEWEIHTE ZEIT – Kerzenschein, Musik, festliche Tafeln, edles Essen, Feuer, wilde Träume, Traum-Notizen in Mitten der Nacht, Lachen, Umarmen, Rituale, Ausschlafen, alter und schwerer Rotwein, Familie, leuchtende Kinderaugen und Kälte –

Als Kind ass ich Fondue Chinoise. Heute verwöhnt mich ein veganes Festmenu.

Als Kind ass ich Fondue Chinoise. Heute verwöhnt mich ein veganes Festmenu.

Meine Geschenke sind Gutscheine für Kräutermischungen nach Wahl aus dem Garten.

Meine Geschenke sind Gutscheine für Kräutermischungen nach Wahl aus dem Garten.

Besondere Geschenke finde ich dieses Jahr unsere Ton- und Videogeschenke. Meine Schwester überreicht mir eine Audiobotschaft. Mein Vater erzählt eine Geschichte, welche wir per CD hören können. Wir überreichen ihnen persönliche Videobotschaften mit einer warmen Dusche.

Die Temperaturen dieses Jahr am Tag im zweistelligen Bereich, zwitschernde Vögel, blühende Blumen und austreibende Bäume, sind für mich dieses Jahr aussergewöhnlich. Ich merke, dass es mir schwer fällt, das Erwachen der Natur in die geweihte Zeit zu integrieren. Es verändert sich. Veränderung im Innen und im Aussen ist sichtbar für mich.

 

Dieser Artikel wurde am 26. Dezember 2015 veröffentlicht.




24. Dezember 2015 – Heiliger Abend – Vaternacht

Für mich schwingt der Heilige Abend männlich. Wir ehren das Männliche. Die Wintersonnwende schwingt weiblich für mich. Wir feiern beide Feste, denn es ist die Vereinigung von Mutter Erde und Vater Himmel, die einen neuen Lebenszyklus zeugt. Das Licht ist geboren für mich an der Wintersonnwende in der Mutternacht. Die geweihte Zeit danach vergleiche ich gerne mit dem Wochenbett. Im Wochenbett half mir mein Mann sehr fest und unterstützte mich, wo er konnte.

Was wir jeweils am 24. Dezember erleben, habe ich hier beschrieben.

Meine Tochter schmückt den Baum. Die Kerzen zünden mein Mann und ich an. Die Kinder lieben es, im Zimmer auf die Bescherung zu warten. Ihnen ist klar, dass wir die Geschenke hinlegen.

Meine Tochter schmückt den Baum. Die Kerzen zünden mein Mann und ich an. Die Kinder lieben es, im Zimmer auf die Bescherung zu warten. Ihnen ist klar, dass wir die Geschenke hinlegen.

Je älter die Kinder werden, umso länger kann ich mit ihnen das Festessen geniessen.

Je älter die Kinder werden, umso länger kann ich mit ihnen das Festessen geniessen.

Die Nastuchmandalas schmücken vielfältig unseren Tisch.

Zwischen Hauptgangteller und Salatteller liegt ein Nastuchmandala.

Zwischen Hauptgangteller und Salatteller liegt ein Nastuchmandala.

Kerzen brennen in einer Kristallschale. Das Nastuchmandala erstrahlt.

Kerzen brennen in einer Kristallschale. Das Nastuchmandala erstrahlt.

 

Dieser Artikel wurde am 24. Dezember 2015 veröffentlicht.




23. Dezember 2015 – Rauhnächte

Das Feuer von der Wintersonnwende tragen wir nach Innen. Damit entzünden wir am Abend der Wintersonnwende die erste Rauhnachtkerze. Sie brennt für die Träume der ersten Rauhnacht. Neben meinem Bett liegen Stifte und mein Traumbuch bereit. Ich bitte vor dem Einschlafen, dass ich mich an den Traum erinnern kann. Am Morgen oder manchmal auch in der Nacht, wenn ich erwache, schreibe ich mir den Traum auf.

Am Morgen nach der Wintersonnwende entzünden wir unsere Geburtskerzen und die erste Rauhnachtkerze. Sie brennt im Jahreskreis für den Januar. Wir ziehen alle eine Karte für den Januar. Diese Karten legen wir zur ersten Rauhnachtkerze.

Die gezogenen Kärtchen nach der ersten Rauhnacht leben wir zum Januar.

Die gezogenen Kärtchen nach der ersten Rauhnacht leben wir zum Januar.

Die Januarkarten werden uns im Januar begleiten.

Die Januarkarten werden uns im Januar begleiten.

Am Abend zünden wir zwei Kerzen an. Die erste für den Januar und die zweite für den Februar. Die 2. Rauhnacht beginnt. Die zweite Kerze brennt für die Träume der zweiten Rauhnacht.

 

Hier klicken, um zu erfahren, was wir am 23. Dezember 2014 erlebten.

 

Dieser Artikel wurde am 23. Dezember 2015 veröffentlicht.




22. Dezember 2015 – Wintersonnwende – Mutternacht

Die Wintersonnwende ist für mich die Geburt des Lichtes. Eine Geburt schwingt weiblich. Die Wintersonnwende ist für mich die Mutternacht. Zur Wintersonnwende ehren wir das Weibliche. Mutter Erde und Vater Himmel vereinten sich. In der längsten Nacht wird ein neuer Lebenszyklus aus der Dunkelheit geboren. Diese Geburt feiere ich mit meiner Familie.

Mit der Wintersonnwende beginnt der Winter und die Hälfe der dunklen Jahreszeit ist erreicht. Die Tage werden nun wieder länger und die Nächte wieder kürzer.

Die längste Nacht des Jahres ist bei uns die erste Nacht der zwölf Rauhnächte. Für dieses Ritual in der geweihten Zeit bereiten wir unseren Jahreskreis vor.

Wir lassen Altes los, übergeben es dem Feuer und öffnen uns für die Rauhnächte.

Bei Sonnenschein bereiten wir unseren Feuerplatz für das Wintersonnwendfeuer vor.

Bei Sonnenschein bereiten wir unseren Feuerplatz für das Wintersonnwendfeuer vor.

Wir legen eine Spirale, die von aussen zur Feuerschale führt.

Wir legen eine Spirale, die von aussen zur Feuerschale führt.

Drinnen bereiten wir unseren Jahreskreis vor. Die Hauptfeste sind die Sonnwenden und die Tag-und-Nacht-Gleichen.

Drinnen bereiten wir unseren Jahreskreis vor. Die Hauptfeste sind die Sonnwenden und die Tag-und-Nacht-Gleichen.

Die Monate finden ihren Platz auch auf unserem Rauhnachtplatz.

Die Monate finden ihren Platz auch auf unserem Rauhnachtplatz.

Mit der Ahnenkerze, die wir zum Todestag meiner Mutter im Oktober anzünden, beginnt unser Ritual. Dieses Jahr schreiten wir spiralförmig zur Feuerschale.

Mit der Ahnenkerze, die wir zum Todestag meiner Mutter im Oktober anzünden, beginnt unser Ritual. Dieses Jahr schreiten wir spiralförmig zur Feuerschale.

In der Mitte am Wendepunkt der Spirale entzünden wir die Finnenkerze. Symbolisch wird das Licht geboren.

In der Mitte am Wendepunkt der Spirale entzünden wir die Finnenkerze. Symbolisch wird das Licht geboren.

Es ist spannend zu beobachten, wie und wann die Zettel Feuer fangen.

Es ist spannend zu beobachten, wie und wann die Zettel Feuer fangen.

Ins Feuer werfen wir die Zettel mit dem, was wir loslassen und transformieren möchten.

Ins Feuer werfen wir die Zettel mit dem, was wir loslassen und transformieren möchten.

Drinnen entzünden wir die Adventskerzen, die für die Himmelsrichtungen stehen. Jedes Familienmitglied entzündet mit einer Kerze aus der Mitte die eigene Geburtskerze.

Drinnen entzünden wir die Adventskerzen, die für die Himmelsrichtungen stehen. Jedes Familienmitglied entzündet mit einer Kerze aus der Mitte die eigene Geburtskerze.

Aus der Mitte nehmen wir das Feuer mit und tragen es entlang der Spirale ins Haus.

Aus der Mitte nehmen wir das Feuer mit und tragen es entlang der Spirale ins Haus.

Ich habe meine Geburtskerze im März. Bei jeder Geburtskerze liegen die Karten für die Rauhnächte. Die erste Rauhnacht kann beginnen.

Ich habe meine Geburtskerze im März. Bei jeder Geburtskerze liegen die Karten für die Rauhnächte. Die erste Rauhnacht kann beginnen.

 

Hier klicken, um den letztjährigen Beitrag der Wintersonnwende zu lesen.

 

Dieser Artikel wurde am 22.12.2015 veröffentlicht.